Schon seit einigen Tagen kündete eine Installation aus Ventilatoren im Schaufenster des Boss Orange Stores in der Münzstraße von einem Wind of Change – der dann bei der Show zum Relaunch der jüngsten Linie von Boss gestern in den Rathenauhallen in Oberschöneweide sturmartig losschlug.
Kaum ein Label versteht sich so auf effektvolle Inszenierungen wie das Metzinger Unternehmen; Boss gilt mittlerweile als so zuverlässiger Garant für die besten Events, daß die meisten Gäste den selbst für Berliner Verhältnisse weiten Weg zum ehemaligen AEG-Fabrikgelände ohne Murren auf sich nahmen, und nicht enttäuscht wurden.
Ein gigantisches Turbinenflügelrad blies eine Kollektion auf den von Verladecontainern und gefühlten 3000 Gästen gesäumten Laufsteg, die eigentlich weniger für bombastische Auftritte, sondern vielmehr den Alltag gemacht ist. Daß in Berlin nunmehr auch Boss Orange in den Genuß jener bisher Boss Black und HUGO vorbehaltenen Präsentationsdimensionen kommt, kann als Zugeständnis an die Marktsituation gewertet werden, dem Unternehmen aber auch neue Zielgruppen erschließen.
Beim anschließenden Barbecue fühlte sich so mancher Gast angesichts roher Lattenzäune, offener Lagerfeuer und Lichtergirlanden an die legendär entspannte Bar 25 am Spreeufer erinnert. Hier bewies Boss wieder einmal die beeindruckende Fähigkeit, selbst Parties für eine vierstellige Gästezahl wie ein gemütliches Get together beim netten Nachbarn wirken zu lassen, ein gut gelaunter Adrien Brody begegnete auch den brachialsten weiblichen Zudringlichkeiten („don’t you think I look like your ex-girlfriend?“) mit Gelassenheit, und selbst im VIP-Bereich kleckerte man sich auf Klappstühlen hockend fröhlich entspannt Ketchup auf den Schoß.












































