READY TO DIE ist eine junge mexikanische Marke, die die reiche Kultur des Landes feiert, indem sie schicke Streetwear für die Jugend kreiert. SLEEK sprach mit dem Designer Adrian Fierro Lara über die extremen Formen der Sonnenbrillen und die sportlich-sci-fi Ästhetik seines Labels.
SLEEK: Wann wurde Ready to Die ins Leben gerufen und wofür steht es?
Esteban Tamayo: Die Marke wurde 2015 gegründet und steht für Young, Doers und México.
Hat der Name eine Bedeutung?
RTD® bezieht sich auf eine Haltung der neuen Generation. Wir erleben eine Gesellschaft von TÄTERN - Menschen, die in der Gegenwart leben und den Augenblick genießen.

Was war die Inspiration für die neueste Kollektion?
Die Inspiration war die junge lateinamerikanische Kultur, einige Subkulturen, ihre Art, sich zu kleiden und ihre Musik. Wir haben auch das tägliche Leben betrachtet - zum Beispiel mexikanische Schuluniformen. Die Kollektion war auch eine Annäherung an das Zukunftsbild der Neunzigerjahre, die Cyberwelt und Hacker. Wir haben mit der Sneaker-Marke PANAM zusammengearbeitet, um unser eigenes Paar Schuhe zu entwerfen. Außerdem haben wir uns mit Jaime Ruelas zusammengetan, der unser eigenes Sonidero-Logo entworfen hat.
Der Laufsteg zeigt eine vielseitige Mischung von Models, können Sie uns etwas mehr über das Casting erzählen?
Die Casting-Direktorin war Maria Osado. Sie kombinierte Straßen-Casting mit Modellen der Agentur Guerxs, die die Schönheitsstandards in Mexiko herausfordert und neu definiert. Wir haben auch Alberto Figueroa und seine Freundin Aleena aus Los Angeles eingeladen, um einen Hauch von Chicano-Kultur zu vermitteln.
Gab es einen Richtungswechsel zwischen Ihren letzten beiden Kollektionen?
Ja, die letzte Kollektion wurde exklusiv für die Modewoche in Mexiko entworfen. Sie wurde in kurzer Zeit produziert und es ging mehr um Experimente und einen praktischen Ansatz für Streetwear. Das gab uns die Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen und mit tollen Leuten zusammenzuarbeiten.
Was denken Sie über die Kreativwirtschaft in Mexiko?
In der mexikanischen Kreativszene sind die Ressourcen begrenzt und die Modeindustrie ist noch sehr traditionell. Es ist schwer, Fuß zu fassen, aber es gibt eine ganz neue Bewegung junger Kreativer (zum Beispiel Barragán), die die Standards der Branche neu definieren. Couture ist hier sehr selten, die Kleidung ist eine Antwort auf eine sehr praktische Lebensweise.
Was sind Ihre weiteren Pläne für FTE?
Wir wollen eine weltweite Marke werden, mehr zusammenarbeiten und mexikanisches Talent zeigen. Wir haben auch vor, bald einen Pop-up-Laden in New York zu eröffnen.
Die neueste Kollektion von READY to DIE wird im Handel erhältlich sein hier.