Standbild aus „No Hard Feelings“, gezeigt auf der 70. Berlinale.
Die 71. Internationalen Filmfestspiele Berlin stehen vor einem spannenden und zukunftsweisenden Comeback in der deutschen Hauptstadt. Die für Februar 2021 geplante 71. Berlinale: Details dazu wurden vom Festivalleiter-Duo Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian bekannt gegeben. Die beiden machten mehrere Ankündigungen zum bevorstehenden Programm, darunter ihre Absicht, eine Präsenzveranstaltung abzuhalten und geschlechtsneutrale Preiskategorien einzuführen.
Während die meisten Branchen der Unterhaltungsindustrie angesichts der weltweiten Pandemie nach Möglichkeiten für digitale Präsentationen gesucht haben, will die 71. Berlinale diesem Trend trotzen und eine Präsenzveranstaltung abhalten. Auch wenn diese Entscheidung bei manchen Bedenken hervorrufen mag, Die Vorstandsmitglieder begründeten dies wie folgt: dass die Erfahrungen mit Quarantäne und Lockdown die Bedeutung “analoger Erlebnisräume im kulturellen Bereich” bestätigt haben. Dies erfordert natürlich die Umsetzung aktualisierter Sicherheitsmaßnahmen, um sicherzustellen, dass eine große öffentliche Veranstaltung im Einklang mit den behördlichen Empfehlungen der deutschen Regierung stattfinden kann. Die Veranstalter haben angekündigt, dass Anpassungen am Filmprogramm, an der Gesamtzahl der gezeigten Filme und an der Gästezahl vorgenommen werden.
Von einem Fortschrittsindikator zum nächsten: Rissenbeek und Chatrian kündigten zudem an, dass die Darstellerpreise erstmals geschlechtsneutral definiert werden. Die Silbernen Bären werden für die beste Hauptrolle und die beste Nebenrolle verliehen, da das Festival den Begriff ‘Schauspielerin’ aus seinem Vokabular streicht. Der Begriff hat in der Vergangenheit im Dienst gestanden Die Kritik an negativen Konnotationen gegenüber Schauspielerinnen und geschlechtsspezifischen Preiskategorien hat es versäumt, eine inklusive Plattform zur Würdigung von Transgender- und nicht-binären Schauspielern zu schaffen. Die Regisseure sind der Ansicht, dass dies ein wesentlicher Schritt zur Stärkung des notwendigen “geschlechtssensiblen Bewusstseins in der Filmindustrie” ist.
2020 war für viele Berliner zweifellos ein turbulentes Jahr, doch da 2021 bereits am Horizont auftaucht, könnten wir nun vor einem dringend benötigten Jahr des Fortschritts stehen.