Anderssein-Podcast, Folge 62

An Tagen wie diesen scheint es umso wichtiger, darüber zu sprechen, was es bedeutet, in Freiheit aufzuwachsen. Negah Amiris Eltern standen genau vor dieser schwierigen Entscheidung: Sollten sie ihrer Tochter die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben geben und alles hinter sich lassen, oder in ihrem Heimatland bleiben und mit Einschränkungen leben? Negahs Eltern entschieden sich für den ersten Weg. Wie es für sie als 11-Jährige aus gutem Hause war, plötzlich in Deutschland ganz von vorne anfangen zu müssen, erfahrt ihr in der neuen Folge des „anderssein“-Podcasts!

 

Negah Amiri wurde im Iran geboren und kam erst im Alter von 11 Jahren nach Deutschland. Für Negahs Eltern war es wichtig, dass sie als Mädchen in Freiheit aufwächst. Negah besuchte im Iran ein Jahr lang einen Deutschkurs. “Aber eigentlich habe ich erst richtig Deutsch gelernt, weil ich immer Super RTL geschaut habe.” Schweren Herzens verließen Negah, ihr Bruder und ihre Mutter den Iran und folgten dem Vater nach Deutschland. Im Iran lebten sie in wohlhabenden Verhältnissen. In Deutschland wohnten sie zunächst in einer Flüchtlingsunterkunft. Dort teilten sie sich ein Zimmer mit einer anderen Familie. “Eine meiner größten Motivationen, warum ich Menschen zum Lachen bringen möchte, ist, meinen Eltern zu zeigen, dass es die richtige Entscheidung war, nach Deutschland zu fliehen”, sagte sie einst in einem Interview. Zu unserem Gespräch erschien sie mit ihrem Hund Pino, der als erster Hund auf dem Cover von „anderssein“ zu sehen ist. Wir sprechen über die gemischten Reaktionen, wenn sie sich vorstellt, über ihre Rückkehr in den Iran und über ihre vornehme, aber coole Mama. Viel Spaß mit der Comedian und Moderatorin Negah Amiri!

 

 

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