Die junge Lyrikerin und Politikwissenschaftlerin Misheel Enkh-Amgalan ist eine starke Persönlichkeit. Kein Wunder, wenn man ihre Geschichte kennt. Ihre Mama bekam sie in sehr jungen Jahren und wanderte mit der kleinen Misheel zum Studieren aus der Mongolei nach Deutschland aus. Das Anderssein ist ein Teil ihrer Biografie. Schon die Großmutter war eine alleinerziehende Mutter und Ingenieurin, lernte im Studium in der Ukraine einen Schwarzen kennen, mit dem sie ein Kind bekam. Als sie mit der Tochter in die Mongolei zurückkehrte, war das fast schon ein Präzedenzfall. “Ich bin mit rebellierenden Frauen groß geworden und kann mit dem Bild der strebsamen, braven Asiatin überhaupt nichts anfangen”, sagte mir Misheel. Es ist ein spannendes und tolles Gespräch über den Islam, zu dem sie mit 14 konvertierte, ihr Coming-out und über unsere Wurzeln. Danke Dir, Misheel, für deine Offenheit und dass du uns an deiner ungewöhnlichen Geschichte teilhaben lässt!