Zum 19. Mal haben die Investitionsbank Berlin und der Freundeskreis der UdK Berlin | Karl Hofer Gesellschaft den IBB-Preis für Photographie verliehen. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr Jana Pressler mit dem Hauptpreis sowie Moritz Haase mit dem Anerkennungspreis. Beide Positionen stehen exemplarisch für eine zeitgenössische Fotografie, die sich intensiv mit Wahrnehmung, Zeit und Wirklichkeit auseinandersetzt.
Jana Pressler überzeugt mit einer überwiegend analogen Arbeitsweise, die bewusst einen Gegenpol zur schnellen, digitalen Bilderflut setzt. Ihre Fotografien untersuchen, wie Zeit sichtbar gemacht, Prozesse festgehalten und Übergänge zwischen Fläche und Raum erfahrbar werden. Diese grundlegenden Fragestellungen prägen ihre Arbeiten und verleihen ihnen eine besondere Tiefe und Konzentration. Moritz Haase nähert sich der Fotografie ausgehend von persönlichen Begegnungen und Erfahrungen. Seine Porträts entstehen im direkten Austausch mit den Porträtierten, während Landschafts- und Pflanzenaufnahmen durch ungewöhnliche Perspektiven ebenfalls einen fast porträthaften Charakter erhalten. Durch die Verbindung von Motiven aus unterschiedlichen Zeiten und Räumen entwickelt er einen eigenständigen, vielschichtigen Bildkosmos.
Die feierliche Preisverleihung fand im Atrium der Investitionsbank Berlin statt und wurde von Hinrich Holm, Vorstandsvorsitzender der IBB, sowie Christian Bracht, Vorsitzender des Freundeskreises der UdK Berlin | Karl Hofer Gesellschaft, eröffnet. Die Laudationes hielten die Künstlerin Veronika Kellndorfer und der Fotograf Jan Slobodka. Beide Preisträger:innen nutzten die Gelegenheit für eine kurze persönliche Replik. Die Ausstellung der prämierten Arbeiten wird am 19. Februar 2026 in der Kommunalen Galerie Berlin eröffnet und ist dort vom 20. Februar bis zum 26. April 2026 zu sehen. Seit 2007 bietet der IBB-Preis für Photographie jungen Talenten eine Plattform und trägt dazu bei, neue Perspektiven der fotografischen Kunst in Berlin sichtbar zu machen.
Fotos von der IBB Preisverleihung.