Bild mit freundlicher Genehmigung von Böhler & Orendt. Fotografie von Annette Kradisch, 2020. Böhler & Orendt, B.U.D. - Eine Abhandlung über die süße Gewissheit der Befreiung von der uns umgebenden Dunkelheit, 2020/2023.
Nach monatelangen Renovierungsarbeiten sind die weiten Räume und hohen Decken der Berlinischen Galerie wieder Schauplatz zeitgenössischer Kunst. Zum Auftakt der Wiedereröffnung lädt die Galerie die Künstler ein Julius von Bismarck, Nasan Tur, Böhler & Orendt und Pınar Öğrenci um ihre Werke zu präsentieren. Darüber hinaus zeigt die Galerie eine Ausstellung über die Architektur im West-Berlin der 70er Jahre, die sich um die wahrgenommene Vision der Zukunft dreht.
Bildnachweis: Julius von Bismarck, VG Bild-Kunst, Bonn 2023. Julius von Bismarck und Julian Charrière, Canyonlands, We Must Ask You to Leave.
Julius von Bismarck: Wenn Platitüden zur Form werden (26.5-14.8.23)
Im Zentrum von “Wenn Platitüden zur Form werden” von Julius von Bismarck steht die Verbindung zwischen dem Menschen und seiner Umgebung. Indem er ihre gegenseitige Beeinflussung hinterfragt, folgt sein Werk dem Akt der Dekonstruktion, indem er die Wertschätzung der Natur durch unsere Gesellschaft näher beleuchtet. Um das Zusammenspiel beider Teile zu verdeutlichen, gewährt von Bismarck einen biografischen Einblick, indem er sich mit seiner eigenen Familiengeschichte auseinandersetzt.
Bild mit freundlicher Genehmigung der VG Bild-Kunst, Bonn 2023. Nasan Tur, Schatten, 2023.
Nasan Tur: Gejagt (26.5-1.4.23)
Das Buch “Hunted” (Gejagt), das sich mit gesellschaftlichen und politischen Ideologien auseinandersetzt, wurde von Nasan Tur visualisiert verinnerlichte Verhaltensmuster, um ein Gespräch über die Auseinandersetzung mit der eigenen Handlungsweise anzustoßen. Um die Frage nach dem Ursprung zu beantworten, untersucht Tur, wie Menschen in den Medien dargestellt werden und wie die gegebenen Vorbilder eine Rolle für die eigene Entwicklung spielen.
Bild mit freundlicher Genehmigung von Böhler & Orendt, 2022. Fotografie von Gerhard Haug, Böhler & Orendt 2021. Böhler & Orendt, Incantation (Detail), Gemälde aus der Serie: Der Geist des B-U-D oder Die süße Gewissheit der Befreiung von der uns umgebenden Finsternis, 2021.
Böhler & Orendt: Die süße Gewissheit (26.5-14.8.23)
Ein weiterer Blick auf die menschliche Spezies, “Die süße Gewissheit” von Böhler & Orendt lädt Sie in ein Raumschiff ein, um die Geschichte der Menschheit zu erkunden, während eine andere Installation mit einem affenähnlichen Tier die Beschaffung von Rohstoffen veranschaulicht.
Bild mit freundlicher Genehmigung von Pınar Öğrenci. Pınar Öğrenci, Aşît, 2022, Filmstill.
Pınar Öğrenci: Aşît/Die Lawine (26.5-31.7.23)
Ein weiteres multisensuales Erlebnis ist der Film “Aşît/The Avalanche” von Pınar Öğrenci die in der Heimatstadt ihres Vaters Müküs spielt, um die Spuren zu beleuchten, die verschiedene Kulturen hinterlassen haben, bevor sie gezwungen waren zu fliehen oder assimiliert wurden.
Bild mit freundlicher Genehmigung von Tracey Snelling, Galerie Pulpo, München und Aeroplastics Contemporary, Brüssel. Fotografie von Peter Rosemann. Tracey Snelling, Bierpinsel, 2023.
Plötzlich wundervoll. Zukunftsideen für Westberliner Großbauten der 1970er Jahre (26.5-18.9.23)
Die Ausstellung “Plötzlich wunderbar”, die sich mit der deutschen Geschichte befasst, führt zurück in die Zeit des Kalten Krieges, als große Gebäude mit Räumen für Wissenschaft und Kultur das Stadtbild West-Berlins prägten. Heute sind die meisten von ihnen vom Abriss bedroht, so dass die Ausstellung eine Initiative schafft, um den Blick auf die Vergangenheit zu lenken.
Nach der Eröffnungsnacht am 25. Mai präsentiert die Berlinische Galerie die Ausstellungen ab dem 26. Mai. Erfahren Sie mehr über die Berlinische Galerie hier.