Spencer Tunick versammelt 6.000 Kolumbianer in einer heilenden Installation

 

Spencer Tunick colombia Standbild aus dem Dokumentarfilm „JOHNNIE WALKER & MAMBO“ – Spencer Tunick und ein Moment kolumbianischer Einheit

 
Am 5. Juni, Spencer Tunick Er lud die Kolumbianer ein, sich auf der Plaza de Bolívar in Bogotá zu einer seiner Nackt-Installationen zu versammeln. Über 6.000 Kolumbianer kamen, wodurch dieses Kunstwerk zu Tunicks größter Installation seit sechs Jahren wurde.
Was diese Veranstaltung jedoch besonders bedeutsam machte, war nicht unbedingt die Nacktheit der Beteiligten oder die hohe Teilnehmerzahl. Das wichtigste Element des Kunstwerks war der Hintergrund der Teilnehmer: Kolumbianer, die seit Jahrzehnten inmitten eines der längsten Kriege der Welt leben. Infolgedessen inspirierte die Kunstinstallation Bogotás Museum für moderne Kunst (MAMBO) wird sich mit Johnnie Walker um “Keep Walking Colombia” zu drehen, einen kurzen Dokumentarfilm, in dessen Mittelpunkt Frieden und Vergebung stehen.

“Ob wir nun zur Rechten oder zur Linken gehören – nackt sind wir alle gleich” – Wilson Barreto

In dem Kurzfilm erzählt Wilson Barreto – ein ehemaliger Polizist – wie sein früheres Engagement an der Seite der kolumbianischen Regierung im Kampf gegen die FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) zu seiner Erblindung führte. Seine Schilderung zielt jedoch auf ein optimistisches Kolumbien ab, das in der Lage ist, durch Vergebung und Gleichberechtigung den Frieden zu wahren. Der Film zeigt Wilson Barreto als perfektes Beispiel dafür, wie die Menschheit ein solches Maß an Vergebung erreichen kann. Der ehemalige Polizist erzählt, wie sich herausstellte, dass einer seiner engsten Freunde, Luis, der Mann war, der für den Angriff auf die Polizeieinheit verantwortlich war, der er im Alter von 19 Jahren angehörte. Wie sich herausstellte, war Luis der Kommandant der FARC, der Wilson Barreto das Augenlicht raubte.
Als einer der Teilnehmer der Spencer-Tunick-Installation sagte Wilson: “Ob wir nun rechts oder links stehen – nackt sind wir alle gleich.” Wie Wilson möchten alle, die an der Installation und dem Kurzdokumentarfilm beteiligt sind, ein Beispiel dafür sein, dass Frieden möglich ist und dass ein Land sich weigern kann, sich durch Konflikte definieren zu lassen.
Sehen Sie sich die Dokumentation unten an  
https://youtu.be/eFtaVzy70aQ
 
Weitere Informationen zu Spencer Tunick finden Sie auf seiner Website