Am Samstag fand im Rahmen des Berliner Gallery Weekends und parallel zur aktuellen Ausstellung “Conflict of Interest” von Mario Klingemann ein Champagner-Frühstück und Künstlergespräch im SLEEK Art Space statt. In Zusammenarbeit mit dem Partner Art on Tezos diskutierten der Künstler Mario Klingemann und die Kuratorin Anika Meier über das Thema: “Träge Bilder vs. Aufmerksamkeitsmaximierung im Zeitalter der KI-Schlamperei”.
“Ich bekam eine Einführung in meine komplizierte Denkweise” - Mario Klingemann
bemerkte Klingemann und lud das Publikum ein, in seine Welt einzutreten.
Während klassische Künstler mit Metallen, Pinseln und physischen Materialien arbeiten, nutzt Klingemann Informationen selbst als Rohmaterial für seine Praxis. Was ihn schon immer fasziniert hat, ist die Übersetzung zwischen verschiedenen Medien. Dieser Ansatz führt nicht nur zu visuellen Arbeiten, sondern auch zu Musikstücken, die er als seine “Griefing Songs” bezeichnet. Hinter einer Wand mit, wie er es nennt, “langweiligen” Landschaftsbildern läuft sein Stück “On and On” in einer Endlosschleife und evoziert ein Gefühl der Unendlichkeit. Und genau hier setzt der Kern des Gesprächs an.
In einer Welt, die von einem Übermaß an Informationen überflutet wird, versucht Klingemann, die Langeweile wiederzubeleben, um sich den Kräften zu widersetzen, die uns daran hindern, uns intensiv mit Dingen zu beschäftigen, die wir als langweilig empfinden. Durch die Wiederholung dieser Landschaftsbilder beginnt sich plötzlich eine Struktur abzuzeichnen. Als Ganzes betrachtet, sucht das menschliche Gehirn instinktiv nach Mustern und Ähnlichkeiten. Dabei fesselt Klingemann die Besucher nicht nur durch seine Werke, sondern auch durch die Ideen, die in ihnen stecken. Wie ein Besucher es ausdrückte: “Ich schätze die Ehrlichkeit des Künstlers sehr und bin gespannt auf das, was noch kommen wird.”
Der Vortrag wurde von einem lebhaften, sommerlichen Frühstücksbuffet begleitet. Von Croissants bis zu frischen Erdbeeren war alles liebevoll arrangiert und wurde durch Champagner abgerundet. Die Atmosphäre war entspannt und einladend - ein offener Austausch auf gleicher Augenhöhe. Mario Klingemann ging aufmerksam auf das Publikum ein und beantwortete Fragen mit Wärme und Neugier, während der SLEEK Art Space einmal mehr von einer inspirierenden Energie erfüllt war.
All Photography by Vincent Andert.
Alle Informationen zur Ausstellung “Conflict of Interest” von Mario Klingemann, kuratiert von Anika Meier, finden Sie im Ausstellungsheft hier.