Photography by LUCIA JOST
Manche Menschen wissen schon früh, wer sie sein wollen. Andere, wie Ladina von Frisching, mussten erst einen Umweg machen, um anzukommen. Die Schweizer Schauspielerin beschreibt den Moment, in dem ihr Leben einen anderen Verlauf nahm, als “Segen von oben”.”
Heute, mit Ende zwanzig, lebt sie in Berlin und pendelt zwischen Filmdrehs und verschiedenen Welten. Aber etwas in ihr bleibt mit ihren Wurzeln verbunden: Berge, Seen, Ruhe. Früher empfand sie diese Ruhe als lästig, heute schätzt sie deren Ursprung und Charme.
Um sie zu verstehen, muss man auf den Golfplatz zurückgehen. Mit 16 Jahren entdeckte sie den Sport und widmete ihm alles: Kader, Sportschule, Training. “Golf ist mein einziger Freund”, sagte sie damals. Bis die Leidenschaft zur Pflicht wurde - und sie ging. Was blieb, waren Disziplin und Präsenz. “Ob ich nun über einem Ball stehe oder vor der Kamera, es ist für mich dasselbe. Den Körper zu spüren, den Raum, den anderen Menschen. Alles loslassen, was man vorbereitet hat, und dann einfach da sein.”
Von Frisching glaubt an das Universum und daran, dass das, was man wirklich will, möglich wird. Heute ist die Kamera ihr bester Freund: “Sie nimmt mich so an, wie ich bin.”
Am Ende ihres Lebens möchte sie sagen können: Du hast alles erlebt, nichts bereut. In fünf Jahren soll ihr “Traum” zum Beruf geworden sein - mit guten Drehbüchern, einzigartigen Mitarbeitern und der Gewissheit: “Wenn ich etwas will, ist es möglich.”